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Montag, 23. Mai 2016

10 Zeebrugge - Oostende: Die Königin der Seebäder

Unsere nächste Station ist Oostende.


Als wir im Hafen eintreffen, werden wir vom Hafenmeister sofort in den hinteren Teil zum Anlegen an ein anderes Schiff geschickt, da momentan Arbeiten im Hafen stattfinden.


Da das Boot im Päcklein nicht besonders gut liegt, bleibt Jack beim Boot und ich gehe Lebensmittel einkaufen. Als ich zurückkomme stehen zwei Herren auf dem Steg. Einer davon telefoniert aufgeregt mit dem Hafenmeister, da er unser Schiff unbedingt weghaben will. Er sei mit einem kleineren Segelboot ohne Motor angekommen und er könne nun nicht weiterfahren, da wir ihm den Weg absperren würden. Nach dem Telefongespräch meint er zu uns, der Hafenmeister hätte ihm gesagt, wir könnten in den alten Hafen fahren. 

Ich rufe Jack und wir fahren sofort los. Der Wind treibt unser Schiff vom Steg weg und so nimmt der Hafenmeister unsere Leinen entgegen und zieht uns mit aller Kraft langsam an den Steg.


Oostende ist nicht besonders schön, doch es hat trotzdem seinen eigenen Charme.


Wir fahren mit unseren Velos auf der langen Strandpromenade, die mit 8 Km Länge als eine der längsten Europas gilt, entlang.


Oostende wird auch als  die "Königin der Seebäder" bezeichnet.



Mittels Gesetz ist es verboten Möwen zu füttern und wer dagegen verstösst erhält eine Busse von 250 Euros. Als Grund für das Gesetz wird genannt, dass die gefütterten Möwen aggressiv werden, sich in der Stadt niederlassen und sie verscheissen. Die Möwen würden genügend Nahrung im Meer finden.

Sonntag, 22. Mai 2016

Brugge: Belgien kann schön sein

Von vielen Leuten habe ich gehört, dass sie Belgien nicht besonders schön finden und deshalb die Belgische Küste meiden. Ich will mir selbst ein Bild machen.

Zebrugge ist tatsächlich nicht besonders schön. Es scheint auch ziemlich ausgestorben zu sein. Liegt das vielleicht am regnerischen, kalten Wetter?


Wir fahren mit unseren Velos den Feldern entlang nach Brugge.


Da Brugge nie durch Krieg oder grossflächige Brände zerstört wurde, ist das mittelalterliche Stadtbild mit seinen historischen Gebäuden sehr gut erhalten. Brugge wurde 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt und war 2002 Europäische Kulturhauptstadt.





Bis gegen Ende des 15. Jahrhunderts konnte der Marktplatz per Schiff erreicht werden. Danach versandete der Zugang zur Nordsee und die Stadt verarmte.



Wir fahren mit dem Zug nach Blankenberge. Grösser könnte der Kontrast zu Brugge kaum sein. Hier reiht sich ein riesiger Ferienwohnblock an den anderen. Alles scheint für die Saison bereit, nur die Feriengäste bleiben noch aus.


Samstag, 21. Mai 2016

9 Vlissingen - Zeebrugge: Weggewiesen vor dem richtigen Strom

Wir sind während der Springzeit in Vlissingen und so beträgt die Differenz zwischen Hoch- und Niedrigwasser vier Meter.

Um acht Uhr abends ist Niedrigwasser und unsere Aussicht beschränkt sich auf die Hafenmauer.


Um halb drei Uhr Nachmittags ist Hochwasser und wir haben eine gute Aussicht auf die Stadthäuser.
 

Da wir nach Zeebrugge fahren wollen, müssen wir bei ablaufendem Wasser und somit bei Hochwasser unsere Fahrt beginnen, damit wir mit dem Strom fahren können. Jack rechnet sorgfältig unsere Abfahrtszeit aus und kommt zum Resultat, dass wir gegen halb vier Uhr nachmittags starten müssen.

Gegen Mittag klopft der Hafenmeister an die Bordwand und verkündet mir, dass wir um vierzehn Uhr die Box freimachen müssten, da der Eigner vorzeitig zurückkomme.

Jack handelt etwas später mit dem Hafenmeister die Abfahrtszeit um eine halbe Stunde später heraus.

Kaum sind wir aus der engen Ausfahrt hindurch, beginnt es zu wellen und winden. Die Wetterprognose hat uns wieder einmal getäuscht, als sie am Vortag kaum Wind angesagt hatte.


Wir lassen Vlissingen hinter uns und entdecken auf der anderen Uferseite der Westerschelde die Boote der Regatta Breskens - Zeebrugge und setzen unsere Segel um ihnen nachzufahren.


Wir segeln neben der Fahrrine für die grossen Schiffe und sehen mehrere Containerschiffe, welche Richtung Antwerpen unterwegs sind.


Wir brauchen länger als geplant, da wir wegen der verfrühten Abfahrt mindestens einen Knoten Gegenstrom haben. Als wir Belgien erreichen, nimmt der Wind soweit ab dass wir die Segel bergen müssen. Ich hisse die Belgische Flagge.


Der Hafen von Zeebrugge ist  riesig. Jack funkt die Hafenkontrolle an um die Erlaubnis zum Einfahren zu erhalten. Der Hafen besitzt mehre Hafenbecken, unter anderem für Container-, Militär- und Kreuzfahrtschiffe.


 Wir fahren zum Royal Belgian Sailing Club und gehen längsseits an einen Steg.