Donnerstag, 14. April 2016

Tag 26: Rettungsinsel plaziert



 

Mit Hilfe eines Falles am Besanmastes hieven wir die 35 Kg schwere Rettungsinsel ins Cockpit. Der Koffer der neuen Rettungsinsel ist grösser als der ihrer Vorgängerin, findet jedoch trotzdem noch Platz an derselben Stelle.

Am Nachmittag fahren wir nach Hellevoetsluis um den reparierten Fockpariser und die Sprayhood abzuholen. Beim Shoppingcenter steht angeschrieben, dass sie bis um 21 Uhr geöffnet haben und so sehe ich mich im ersten Haushaltswarengeschäft um und lade ein paar benötigte Artikel in den Warenkorb. Da es das erste Geschäft ist, indem ich mich betreffend Küchenartikel umschaue, finde ich, dass ich noch einen Blick in ein anderes Geschäft werfen möchte. Ich stelle den Warenkorb zur Seite und wir gehen zu dem Geschäft, welches ich ursprünglich aufsuchen wollte. Die Küchenwaren kommen nicht an die des ersten Geschäftes heran und es scheint, als wollen sie sogleich schliessen. Wir verlassen das Geschäft und laufen zurück zum ersten. Überall werden die Geschäfte geschlossen und als wir bei unserem eintreffen, ist es schon geschlossen. 21 Uhr gilt nur für den Supermarkt, alle anderen Geschäfte schliessen um 17.30 Uhr. Nach Dordrecht, verpasse ich nun auch die zweite Chance auf die dringend benötigten Küchenartikel und ich laufe genervt zum Auto.

Mittwoch, 13. April 2016

Tag 25: Feuerlöscher und Dordrecht



 

Jack fand im Internet ein Feuerlöschergeschäft, welches sehr günstige 2 Kg ABC Feuerlöscher verkauft. Laut Google maps sollten wir an der richtigen Adresse sein, doch wir sehen das Geschäft nirgends. Es gibt zwar zwei verschiedene Buden mit Feuerlöscher, doch beide heissen anders. Wir betreten eine der Buden und der Fachmann will für einen Feuerlöscher mehr als der doppelte Preis im Internet. Wir gehen deshalb zur gegenüberliegenden Bude und da sind wir richtig, ja, das Internetgeschäft gehöre zu ihnen und wir können die Feuerlöscher für den im Internet genannten Preis kaufen.


Weiter geht es zu Jacobs Lifesaving um die bestellte Rettungsinsel abzuholen.


Als wir in der Innenstadt von Dordrecht eintreffen, schliessen alle Geschäfte und es beginnt zu regnen, was uns nicht davon abhält, eine Runde durch die Stadt zu laufen.

Dienstag, 12. April 2016

2 Rundfahrt Grevelingenmeer: Tag 24: Timoteüs kann segeln




Jack ist voller Vorfreude und will sofort auslaufen. Schnell verstauen wir alles, ich kontrolliere den Ölstand des Motors, Jack hängt das Landstromkabel ab und schaltet den Motor ein. Wir entfernen eine Leine nach der anderen und schon legt Timoteüs ab. Kurz nach der Ausfahrt aus dem Hafen passieren wir zwei grosse Taucherboote bevor wir nach Steuerbord abbiegen. Immer wieder schauen wir auf das Lot und die Karte auf dem I-Pad, denn es gibt auf beiden Seiten sehr viele Untiefen.

Nach kurzer Fahrt möchte Jack die Segel setzen, da entdecke ich, dass sich die Grossschot zwischen den Rollen kreuzt und dabei scheuert. Erst versuche ich das Problem zu beheben, dann Jack, doch egal wie man die Schot einfädelt, das Problem bleibt bestehen.


Inzwischen entdecken wir einen Steg auf einer der Inseln und legen übungshalber an. Ich merke, dass ich hungrig bin und finde, dass ich uns was kochen könnte. Ich habe mich an die Holländische Küche gewöhnt und koche uns ein Kip sate. Das schöne, warme Wetter lässt es zu, dass wir draussen im Cockpit essen.
 

Frisch gestärkt legen wir ab um bald beim nächsten Steg anzulegen. Diesmal legen wir direkt wieder ab und nach kurzer Fahrt, will Jack unbedingt die Segel setzten, obwohl das Fahrwasser relativ eng ist. Wir setzen die Fock, das Gross und das Besansegel. Es weht ein schwacher Wind und wir machen dementsprechend nur zwei Knoten Fahrt, doch wir segeln. Wir segeln zum ersten Mal mit Timoteüs, lange haben wir auf diesen Moment gewartet und spekuliert, ob er das überhaupt kann. Ja, Timoteüs kann segeln, wir sind begeistert.

Nach knapp zwei Stunden segeln rollt Jack die Segel ein und fährt das letzte Stück zum Hafen unter Motor. Je mehr wir uns dem Hafen nähern, umso öfters ertönt der Untiefenalarm. Wir drücken jeweils auf die Bestätigungstaste, doch kaum gedrückt, beginnt er von neuem. Wir legen an, die erste Ausfahrt zu zweit ist überstanden.

Montag, 11. April 2016

Tag 23: Wäschetag


Jack schrieb mir gestern Abend, dass er bald losfahren werde. Als heute Morgen mein Handy klingelt erhalte ich seine Nachricht, dass er gestern eingeschlafen sei und sich bald auf den Weg mache.


Das Schiff ist fertig geputzt und so widme ich mich der Kleiderwäsche. Die Waschmaschine und Tumbler befinden sich in einem Gebäude auf der anderen Hafenseite und so fahre ich mehrmals mit dem Velo hin und her.

Es ist schon dunkel als Jack das Strässchen zum Hafenparkplatz hinunterfährt. Ich begebe mich auf Deck um meinen Matrosen willkommen zu heissen.

Sonntag, 10. April 2016

Tag 22: Fenster



 

Nach dem nächtlichen Regen, der dazu beigetragen hat, den restlichen Schmutz vom Deck zu spülen, sehe ich mich etwas auf Deck um und bemerke, dass ich ganz vergessen habe, die beiden Bäume zu putzen. Das wird sofort nachgeholt. Danach reinige ich die Fensterscheiben blitzblank.

Samstag, 9. April 2016

Tag 21: Deck schrubben



 

Schon seit langem will ich das Deck putzen, doch bis jetzt war es draussen immer zu windig und ich weiss nicht, ob man dafür das Süsswasser auf dem Steg benutzen darf. Betreffend Süsswasser schaue ich im im Hafenreglement nach und da steht lediglich, dass man es nicht vergeuden soll. Was heisst das?

Als ich vom Einkaufen zurückkomme, sehe ich auf dem Boot am Ende unseres Steges ein junger Mann, der den Süsswasserschlauch zu sich genommen hat und damit sein Boot abspritzt. Super, ich kann also auch loslegen.

Ich ziehe mein Ölzeug und die Gummistiefel an und packe den Schrubber. Ganz wohl bei dem Verbrauch des vielen Wassers ist mir nicht unbedingt, da Timoteüs genau neben dem Havenkantoor liegt und somit im Blickfeld des Hafenmeisters. Immer wieder drehe ich mich zu meinem Putzkollegen um und bin stets beruhigt, ihn friedlich vor sich herputzen zu sehen. Ich bin froh, nicht die Einzige zu sein. Ich erwarte, dass bald der Hafenmeister vor mir stehen wird, doch er kommt nicht. Mein Putzkollege und ich schrubben unsere Decks den ganzen Tag. Immer wenn ich finde, dass es nun reicht kommt aus einer anderen Ecke, die ich kurz davor geputzt hatte, wieder Dreck hinaus.

Freitag, 8. April 2016

Tag 20: Backskiste


Endlich nehme ich mir die Backskiste vor, welche randvoll mit Ware beladen ist. Stück für Stück hieve ich ins Cockpit. Ich sortiere alles nach Zweck, schiesse die Leinen ordentlich auf und plötzlich beginnt es zu regnen. Schnellstens werfe ich alles wieder in die Backskiste zurück und widme mich dem gefundenen Sack voller Bändsel. Der Regen verzieht sich am Nachmittag und ich hieve alles nochmals ins Cockpit um es fertig zu sortieren.